WOODFIRE - Erdgas-Ersatzgas aus Waldrestholz

27. August 2020

Ein wesentlicher Anteil von Erdgas soll in den kommenden Jahren durch alternative Energiequellen ersetzt werden. Zusätzlich wird die Verringerung der CO2-Emissionen in der Industrie und der damit verbundene Umstieg bzw. die Substituierung vom aktuell verwendeten Brennstoff immer wichtiger. Wie können unterschiedliche Industrieanwendungen diesem Trend folgen? Welche geeigneten Möglichkeiten gibt es dazu?

Wir als SYNCRAFT haben dazu bereits vor fast zehn Jahren ein technisch ausgereiftes Konzept entwickelt, welches aber, bedingt durch die extrem niedrigen Industriegaspreise, nie zur Umsetzung gekommen ist. Aufgrund der aktuellen Entwicklung rund um die dringende CO2-Reduktion in der Industrie, aber auch aufgrund der steigenden CO2-Preise, kann nun unser Erdgas-Ersatzgas-Konzept, genannt WOODFIRE, auch in puncto Wirtschaftlichkeit einen positiven Trend darstellen.
In diesem Konzept wird bewusst auf eine Verstromung des Produktgases verzichtet und das Gas direkt einem Industrieofen zugeführt. Durch dieses staubfreie und bei Bedarf auch noch heiße Gas (500 °C) können in einem Industrieofen nahezu idente Rahmenbedingungen wie bei der Verfeuerung von Erdgas erzielt werden.

In der Zementindustrie kommt neben dem direkten Einsatz des Gases in der Feuerung hinzu, dass zur Erreichung der hohen Prozesstemperaturen fester Kohlenstoff benötigt wird. Dazu wird beim Konzept WOODFIRE unsere nebenbei produzierte Holzkohle, welche einen vergleichbaren Heizwert wie Steinkohle aufweist, zuerst abgetrennt und dann gelagert, um anschließend bei Bedarf dem Zementprozess zugeführt zu werden. Damit ersetzt dieser erneuerbare Kohlenstoff die ansonsten eingesetzte Steinkohle. Für einen Betreiber einer solchen Anlage von SYNCRAFT ergeben sich daraus mehrere positive Aspekte: Neben der direkten Reduktion von fossilen Brennstoffen und dem Ersatz von Stein- bzw. Braunkohle, was den CO2-Fußabdruck von z. B. Zement drastisch reduzieren kann, kann zusätzlich ein wirtschaftlich vorteilhafter, regionaler Wertschöpfungskreis geschaffen werden.
Damit können derartige Industrieanlagen und -prozesse in den kommenden Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten, ohne dabei gravierend in ihre bestehenden Prozessabläufe eingreifen zu müssen.

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