on 02 April 2017
Created: 02 April 2017

Holzasche oder Holzkohle

Über 400 Holzvergasungsanlagen sind in Deutschland mittlerweile in Betrieb. Der Anfall von Teeren, Holzkoks und Asche ist aber nach wie vor ein Problem. Während es in den vergangenen Jahren zunehmend gelang, den Anfall von Teer zu beherrschen, und auch die Anlagentechnik robuster wurde, bleibt der Umgang mit festen Rückständen eine Aufgabe, der sich die Anlagenhersteller
und -betreiber stellen müssen. Da Anfall und Zusammensetzung dieser Reststoffe nicht nur vom Vergasersystem und der Betriebsweise, sondern auch von Art und Qualität der eingesetzten Brennstoffe abhängen, ist für jede Anlage ein passendes Entsorgungskonzept erforderlich. Das Ziel des Betreibers muss eine bestmögliche Ausnutzung des Brennstoffs und die sachgerechte Verwertung oder Beseitigung der Reststoffe sein. Diese bestehen im Idealfall allein aus den von der Biomasse mitgebrachten mineralischen Anteilen; das sind hauptsächlich Oxide und Karbonate des Kaliums, Kalziums, Magnesiums und Siliziums. Unter den mineralischen Bestandteilen sind einzig die Schwermetalle
problematisch. „Besonders bei hohen Rindenanteilen im Ausgangsholz sind zum Beispiel Einträge von Cadmium kritisch“, sagt Dieter Bräkow, Koordinator der Arbeitsgruppe „Vergasung von Biomasse“ in der Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. (FEE). Diese vernetzt die Holzvergasungsbranche im deutschsprachigen Raum; unter anderem mit der Wissenschaft, um gemeinsam
technische Lösungen und Anwendungen voranzubringen. Je nach Vergasungsprinzip – Festbett-Gegenstrom, Gleichstrom oder Wirbelbett – verbleiben außerdem mehr oder weniger unvollständig umgesetzte organische, also kohlenstoffbasierte Bestandteile. „Es gibt nicht den einen Reststoff der Holzvergasung“, erklärt Bräkow, „durch Kombination von Vergasung und Rohgasreinigung mit hinzukommend unterschiedlichen internen Reststoff-Nachbehandlungen und Ausschleuseprozeduren ergibt sich ein Spektrum von Reststoff-Gemischen“. Die Praxis reiche von pulverförmigen, weißen Holzaschen bis zu fester, schwarz glänzender Holzvergasungskohle. „Von der Farbe und Form der Reststoffe kann keinesfalls auf den Schadstoffgehalt geschlossen werden. Es kann nicht gefolgert werden: Wer schwarze Kohle hat, hat viele Schadstoffe“, so der Experte. Genauso wenig gilt der Umkehrschluss: „Wer graue Asche hat, hat keine Schadstoffe“. „Ziel der thermochemischen Vergasung von Biomasse ist in der Regel die maximale Umwandlung der Kohlenwasserstoffverbindungen zu Gasen, sodass nur Asche bleibt.“ Reststoff-Strategien: Ob hauptsächlich Holzasche oder Holzkohle entsteht, hängt vom Verfahren ab. Eine Umfrage der FEE ergab, dass von den ersten 20 in Deutschland und Österreich stabil betriebenen Verfahrenskombinationen 16 auf die Abgabe von Holzasche ausgerichtet sind und nur vier Hersteller verfahrensbedingt kohlenstoffreiche Reststoffe ausschleusen. Einer dieser Anbieter, die Syncraft Engineering GmbH aus Österreich, gibt bereits keinen Rückstand mehr ab, sondern
das Nebenprodukt „Premium Biokohle“, gemäß der Richtlinie des European Biochar Certificate für die Produktion von Pflanzenkohle.
Gesamter Artikel in: energie AUS PFLANZEN, 04/2016

on 02 January 2017
Created: 02 January 2017

 

The carbon makes the difference.

In addition to the outstanding yield, the SYNCRAFT® wood power plant impresses with the attention-seeking side product of the active carbon or charcoal, which is only possible thanks to the patented technology of SYNCRAFT® The wood power plant is unique worldwide.

SYNCRAFT® wood power plants are so flexible with the raw material used that with regard to the fuel can be placed fully on forestry residual fractions such as forestry chips or sawed products. This is made possible by the innovative suspension bed technology, which achieves the highest efficiency levels of around 30% electrical power and maximum fuel flexibility up to 92% fuel consumption. Compared to the competition, SYNCRAFT® wood power plants need only half of the fuel in relation to the power output. This results in clear economic advantages for the operator, "says the managing director of the Tyrol-based technology company.

The high added value of SYNCRAFT® The wood power plant is also achieved by the exceptional by-product of the active carbon or charcoal. The SYNCRAFT® patented energy recovery process produces no fine dust or waste. The only by-product to be found is charcoal, which is of such high quality that it can be sold, for example, as a grill charcoal or as a Terra-Preta soil improver. The carbon content is 80%, polycyclic aromatic hydrocarbons (PAH) are only present in traces. The European Biochar standard, developed for pyrolysis plants, calls for a limit value in the premium quality of four milligrams per kilogram of dry mass. SYNCRAFT® systems fall significantly short of this value.
The ecological cycle is completed by the production of up to 300 kg of charcoal per day (3-4% of input). As a result, about one ton of CO2 is bound per day. SYNCRAFT® carbon can be produced on the market between 200 and 500 Euro per tonne. And "there is coal in the end".

References