B(l)aupause Wallern: Bautagebuch Phase 1+2

02. Januar 2026

#Bautagebuch

Wie entsteht eigentlich ein Rückwärtskraftwerk? Welche Schritte braucht es von der ersten Idee bis zur klimapositiven Energieerzeugung im laufenden Betrieb? Mit unserer neuen Blogserie „B(l)aupause" geben wir darauf eine klare Antwort. Am Beispiel des Projekts in Wallern nehmen wir euch mit auf die Baustelle und zeigen transparent, praxisnah und Schritt für Schritt, wie aus regionalem Waldrestholz ein modernes Energiesystem für Strom, Wärme und Grünen Kohlenstoff entsteht. Ein Bautagebuch über Planung, Zusammenarbeit und das Zusammenspiel vieler Gewerke – und darüber, wie Defossilisierung und Dekarbonisierung ganz konkret umgesetzt werden.

Wie entsteht ein Rückwärtskraftwerk?

Vom Spatenstich bis zur Inbetriebnahme: Unser Wallern Bautagebuch dokumentiert die Entstehung eines Rückwärtskraftwerks

Rückblick Juli 2025: Willkommen zur B(l)aupause-Serie! In dieser LinkedIn-Content-Reihe nehmen wir euch mit auf die Baustelle nach Wallern und dokumentieren die Entstehung eines Rückwärtskraftwerks von Anfang bis Ende. Vom ersten Spatenstich bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme – wir zeigen euch in regelmäßigen Momentaufnahmen, wie aus Planung Realität wird und wie klimapositive Energieversorgung entsteht. Und genau das machen wir hier auf unserem Blog auch – nur etwas ausführlicher.

Was bedeutet B(l)aupause?

Der Name dieser Serie trägt eine doppelte Bedeutung: Blaupause steht für die technische Vorlage, den Plan, nach dem gebaut wird. Gleichzeitig drücken wir bei jedem Update fotografisch auf Pause am Bau und halten den aktuellen Status fest. So entsteht eine exemplarische Dokumentation, die zeigt, wie ein individuelles Rückwärtskraftwerk entsteht, das erneuerbare Energie und Grünen Kohlenstoff erzeugt.

Kurzum: Unsere B(l)aupause Serie steht für Transparenz, Einblicke in komplexe Prozesse und die Entstehung eines klimapositiven Rückwärtskraftwerks. Ein Schritt für Schritt Bautagebuch – und ein Blick hinter die SYNCRAFT Kulissen.

Was erwartet dich in unserem Blog-Bautagebuch?

Ob Planung, Genehmigung, Tiefbau, Montage oder Inbetriebnahme – wir nehmen euch Schritt für Schritt mit und zeigen, wie gemeinsam mit starken Partnern klimapositive Energiesysteme entstehen. Jeder Blogartikel dieser Serie ist eine Momentaufnahme, die nicht nur den Baufortschritt dokumentiert, sondern auch zeigt, welche Expertise, welche Koordination und welches Zusammenspiel verschiedener Gewerke notwendig sind, um ein Rückwärtskraftwerk zu realisieren.


Phase 1: Der Genehmigungsprozess

Bevor der erste Spatenstich gesetzt werden kann, liegt ein umfangreicher Genehmigungsprozess hinter uns. Ohne Genehmigung gibt es kein Rückwärtskraftwerk. Bis wir gemeinsam mit der Biogas Trattnachtal GmbH den Spatenstich feiern konnten, ist hinter den Kulissen bereits einiges passiert.

Der Genehmigungsprozess: Das Fundament für jedes Rückwärtskraftwerk

Die Genehmigungsphase ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Rückwärtskraftwerk. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden sorgen wir dafür, dass alle Bewilligungen sauber abgewickelt werden. Dabei geht es um weit mehr als Formalitäten: Es muss sichergestellt werden, dass für die Nachbarschaft keine Belastungen durch Schall oder Abgase entstehen und alle umweltrechtlichen Anforderungen erfüllt sind.

Was dabei bedacht werden muss:

  • Baugenehmigungen und baurechtliche Vorschriften
  • Immissionsschutz (Schall, Emissionen)
  • Umweltverträglichkeitsprüfungen
  • Brandschutz und Sicherheitskonzepte
  • Netzanschluss und energierechtliche Genehmigungen

Frühe 3D-Planung: Das Rückwärtskraftwerk nimmt Form an

Um unsere Kund:innen nachvollziehbar durch die komplexe Genehmigungsphase zu begleiten, starten wir bereits sehr früh mit der detaillierten 3D-Planung. Von der ersten Visualisierung bis zum finalen Plan – so nimmt das Rückwärtskraftwerk schnell konkrete Formen an.

Die 3D-Planung erfüllt dabei mehrere wichtige Funktionen:

  • Visualisierung für Kundinnen, Kunden und Behörden
  • Koordination verschiedener Gewerke und Schnittstellen
  • Präzise Abstimmung von Gebäudeplanung und Anlagentechnik
  • Frühzeitige Fehlererkennung vor dem tatsächlichen Bau

Immer gemeinsam: Unterstützung auf jedem Schritt

Wir unterstützen bei Gutachten, stehen Planerinnen, Planern und Kundinnen zur Seite und sind bei wichtigen Verhandlungen mit Behörden dabei. Diese enge Begleitung ist entscheidend, denn jedes Projekt bringt individuelle Anforderungen mit sich – vom Standort über die geplante Leistung bis zur Integration in bestehende Energiesysteme.

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EX-Zonen Wallern

Phase 2: Der Spatenstich

Juli 2025 – Ein bedeutender Meilenstein: Der Spatenstich für das neue Rückwärtskraftwerk der Biogas Trattnachtal GmbH in Wallern ist erfolgt. Gemeinsam mit unseren Projektpartner:innen haben wir den Grundstein für ein Energiesystem gelegt, das zeigt, wie Defossilisierung und Dekarbonisierung in der Praxis funktionieren.

Die Projekt-Eckdaten im Überblick

Inbetriebnahme: März 2026
Baufirma: DREIHANS GmbH
Planung: PBEG
Stromeinspeisung: Direkt ins öffentliche Netz
Abgasnutzung: BHKW-Abgase (390°C) für Klärschlammtrocknung
Abwärmenutzung: Direkte Nutzung am Standort

Individuelle Umsetzung: Das Besondere am Rückwärtskraftwerk in Wallern

Bevor wir die individuelle Umsetzung in Wallern thematisieren, nochmal eine kurze Info zur Funktionsweise und der Besonderheit unserer Rückwärtskraftwerke ganz allgemein: Während herkömmliche Kraftwerke fossile Rohstoffe verbrauchen und dabei CO₂ freisetzen, funktioniert unser Rückwärtskraftwerk anders: Aus regionalem Waldrestholz bzw. Energieholz erzeugen wir nicht nur erneuerbare Energie in Form von Strom und Wärme, sondern auch Grünes Gas und Grünen Kohlenstoff. Dieser Grüne Kohlenstoff bindet rund 30 Prozent des ursprünglich im Holz enthaltenen CO₂ dauerhaft – das Ergebnis sind klimapositive Minus-CO₂-Lösungen. Getreu unserem Motto: Zurück nach Vorn.

Synergien am Standort: Wenn Technologien Hand in Hand arbeiten

Besonders spannend am Standort Wallern: Hier ist gemeinsam kein Wunschgedanke, sondern gelebte Praxis. Die bereits bestehende Biomethananlage von Wellsstrom mit ihrer innovativen Membrantechnik und unser Rückwärtskraftwerk bilden zusammen ein hocheffizientes, klimapositives Energiesystem.

Diese intelligente Kombination verschiedener nachhaltiger Technologien zeigt exemplarisch, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann: Durch smarte Vernetzung, regionale Wertschöpfung und innovative Partnerschaften.


Wie geht es weiter?

Hier auf unserem Blog und auf Social Media werdet ihr regelmäßige Updates aus Wallern finden. Von der Detailplanung über Fundament- und Bauarbeiten, Stahlbaumontage, technische Installationen bis zur finalen Inbetriebnahme – wir dokumentieren jeden wichtigen Schritt und geben euch exklusive Einblicke.

Die nächsten Meilensteine:

  • Detailplanung und Abstimmung mit allen Gewerken
  • Fundament- und Bauarbeiten
  • Montage der Anlagenkomponenten
  • Installation der technischen Systeme
  • Inbetriebnahme im März 2026

Über das Projekt

Standort: Wallern, Oberösterreich
Auftraggeber: Biogas Trattnachtal GmbH
Technologie: SYNCRAFT Rückwärtskraftwerk
Projektpartner: DREIHANS GmbH (Bau), PBEG (Planung), Wels Strom (Biomethan)


Weiterführende Links:

Interne Links:

21. Januar 2026

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Top Topics 2026: Erreichen wir den Energiewendepunkt?

Neue gesetzliche Rahmenbedingungen, steigende Ausbauziele für erneuerbare Energien und der wachsende Druck zur Defossilisierung bringen im Jahr 2026 Bewegung in die Energiebranche. Gleichzeitig wird immer deutlicher: Die Energiewende gelingt nicht durch einzelne Technologien – sondern durch ihr Zusammenspiel. Erneuerbare Energien, Bioenergie, Grüner Kohlenstoff, Dekarbonisierung, Defossilisierung und intelligente Minus-CO₂ Lösungen wachsen zu einem System zusammen. Genau hier liegen die Top Topics 2026 unserer Branche.

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Bildrechte: W. MARKGRAF GmbH & Co KG

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Klimapositives Bauen, was kann man sich darunter vorstellen? Im Pilotprojekt von MARKGRAF und ecoLocked in Kemnath wird das sichtbar. Denn die markanten dunklen Farbpigmente des Betons sind kein reines Designstatement – sie sind der sichtbare Beweis für dauerhaft gebundenes CO₂ - und aktiven Klimaschutz. Möglich macht das der Grüne Kohlenstoff, welcher in unseren Rückwärtskraftwerken entsteht. Wird dieser dem Beton beigemischt, entsteht eine dauerhafte CO₂-Senke. Konkret bedeutet das: Über 10,68 Tonnen CO₂ wurden in diesem Projekt langfristig gebunden. Die schwarzen Pigmente im Beton verdeutlichen den Klimaschutz-Mehrwert und setzen ein sichtbar starkes Signal für die Bauindustrie sowie eine funktionierende Bioökonomie.

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